Airbag
Warum sollen Airbag-Vorteile nicht auch Motorradfahrern zugute kommen? Die Gold Wing ist das erste Serienmotorrad mit einem vollwertigen Airbag-System. Mit dieser Sicherheitstechnik kann bei einem Frontalaufprall das Risiko bzw. der Verletzungsgrad des Fahrers erheblich gemindert werden. Derzeit steht der spezielle Raumbedarf eines Airbag-Systems dem Einbau in konventionell aufgebaute Motorräder (bei der Gold Wing ist der Benzintank unter der Sitzbank platziert) noch entgegen; es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass in Zukunft auch andere Honda-Motorräder mit einem Airbag ausgestattet werden.
Aufbau
Funktion
Wenn das Vorderrad gegen einen festen Gegenstand stößt, erkennen Sensoren die Verzögerung des Motorrads und übermitteln die entsprechenden Daten zur Steuereinheit. Die Sensoren befinden sich hinter Schutzabdeckungen an beiden Gabelholmen.
Die Steuereinheit wertet die Daten der Sensoren aus und beurteilt die Stärke der Kollision. Ab einer gewissen Aufprallstärke wird der Gasgenerator zum Zünden gebracht und der Airbag mit Stickstoff (einem unschädlichen Gas) gefüllt.
In unter einer 1/10 Sekunde wird der Airbag durch die Abdeckung nach oben gedrückt und vollständig aufgeblasen, während er gleichzeitig mit Halteseilen gesichert wird. Sobald der Fahrer mit Kopf und Brust in den Airbag gedrückt wird, beginnt das Gas aus den seitlichen Öffnungen auszuströmen, und der Airbag fällt in sich zusammen.
Im Gegensatz zum Automobil-Airbag mit einer runden bzw. leicht ovalen Form ist der Airbag der Gold Wing V-förmig gestaltet. Beim Aufprall wird der Fahrer in die Mitte der V-Form gelenkt. Damit wird die Wahrscheinlichkeit eines seitlichen Vorbeirutschens am Luftpolster verringert. Die beiden seitlichen Haltegurte stabilisieren den Airbag in der optimalen Position und verhindern so ein Wegdrücken durch den Fahrer.






